Unihockey Fricktal
, Welte Remo

Zuerst hat man kein Glück, dann kommt auch noch Pech dazu

Die erste Mannschaft von Unihockey Fricktal verliert gegen Mittelland ein Spiel, das man nie hätte verlieren dürfen und bleibt am Tabellenende kleben.

Es ist keine einfache Zeit, die das Fanionteam von Unihockey Fricktal durchlebt. Nach einer Klatsche in der Vorwoche, als man gegen das formstarke Team der Bern Capitals chancenlos blieb, folgte erneut eines dieser Spiele, das man nie verlieren darf. Und doch häufen sich solche Partien in der laufenden Saison.

Verhaltener Start

Beide Teams brillierten im Startdrittel hauptsächlich mit vielen Fehlern und Ungenauigkeiten, welche aber nicht ausgenutzt werden konnten. Einzig ein Pass durch die gesamte Heimmannschaft von Andreas Koch wusste – der übrigens nicht mit ihm verwandte – Robin Koch in der dritten Spielminute zu verwandeln. Die Fricktaler nutzten zudem Überzahl-Chance nicht aus, mit dem 1:0 gings in die erste Pause.

Effizientes Mitteldrittel

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts erhielten die Fricktaler erneut die Gelegenheit, in Überzahl einen Zwei-Tore-Vorsprung herzustellen. Doch erneut lief der Ball im Powerplay zwar gut, die Abschlüsse waren aber zu ungenau und so musste man auch diese Strafe torlos verstreichen lassen. Die Oltner machten es selbst kurze Zeit später besser. Sie nutzten die erste Strafe gegen die Gäste eiskalt aus und stellten auf 1:1. Dies war ein Weckruf für die Gäste. Innert drei Minuten musste der Mittelland-Keeper drei Mal hinter sich greifen – wieder waren es die beiden Kochs, zweimal Andreas, einmal Robin, die trafen. Das Spiel nun definitiv auf Fricktaler Seite, bei denen beide Linien in dieser Phase offensiv ordentlich Druck machten. Das Heimteam wollte diesen Lauf stoppen und nahm das Timeout – und kriegte von den Fricktalern gleich noch eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Reklamierens gratis dazu. Die Mittelländer bremsten damit nicht nur den Sturmlauf der Fricktaler, sondern nutzten die Strafe auch gleich zum zweiten Treffer aus.

Die alte Leier

Mit der 4:2-Führung im Rücken sprach nach dem bisherigen Spielverlauf immer noch alles für die Fricktaler. Die Oltner konnten in der 45. Minute jedoch den Anschlusstreffer bewerkstelligen – trotzdem noch kein Grund für Unruhe, die Fricktaler konnten das Heimteam über weite Strecken in Schach halten. Und hatten rund sieben Minuten vor Schluss die Möglichkeit, in Überzahl zu erhöhen und das Spiel wohl zu entscheiden. Doch erneut lief das Powerplay nicht wunschgemäss – und es kam noch schlimmer. Nachdem die Oltner in Unterzahl befreien konnten, gabs auf der Mittellinie ein Zweikampf, bei dem die Unparteiischen ein Foul gesehen haben wollen. Den anschliessenden Penaltypfiff verstand wohl niemand, trotzdem musste man es akzeptieren. Die Oltner nahmen dankend an und verkürzten – 4:4 anstatt 5:3. Mit dem Unmut im Hinterkopf galt es, Ruhe zu bewahren und wohl mindestens einen Punkt über die Zeit zu retten. Doch wenn man schon kein Glück hat, kommt noch Pech dazu – die Oltner erzielten etwas weniger als eine Minute vor Schluss den Siegtreffer und liessen die Fricktaler ohne Punkte nach Hause reisen.

Eine Niederlage, die so nur schwer zu schlucken ist. Mit drei Punkten wäre vor allem im Kampf um die Playoffs noch alles offen gewesen. Aufgrund von erneuten Undiszipliniertheiten in den eigenen Reihen und Unvermögen im Überzahl- wie auch Unterzahlspiel wurde dieses Unterfangen aber jäh ausgebremst.

Mund abwischen, weitermachen, heissts nun für die Fricktaler, welche am kommenden Samstag gegen den Leader aus Schüpbach um 17 Uhr in der Liebrütihalle in Kaiseraugst antreten. Gegen die Berner konnte man auswärts lange mithalten und durfte bis kurz vor Schluss auf Punkte hoffen – zuhause wollen es die Fricktaler nun besser machen. Am Sonntag folgt sogleich das nächste Spiel um 17 Uhr auswärts gegen Luzern, wo es um weitere wichtige Punkte geht.