Endstation im Achtelfinale
Schweizer Cup: Unihockey Fricktal (2. Liga) – WaSa (NLA) 0:9
Zwei gute Drittel reichen nicht. Der Gast aus der Nationalliga A demontiert den Aussenseiter im Mitteldrittel und qualifiziert sich ungefährdet für das Viertelfinale.
MAGDEN. Etwas mehr als die Hälfte des Spiels funktionierte am Sonntagabend vieles im Fricktaler Spiel ausgezeichnet. Die ersten 15 Minuten konnte man ausgeglichen gestalten. In der eigenen Platzhälfte stand der Gastgeber aus dem Fricktal kompakt und liess nur wenige gefährliche Abschlüsse zu. Dazu brachte man den Oberklassigen aus der Nationalliga A mehrmals mit schnellen Kontervorstössen in Verlegenheit. Mit etwas mehr Glück hätte man durchaus nach wenigen Minuten in Führung gehen können. Es sollte aber nicht sein. Nach einem Doppelschlag in der 16. und 18. Minute war der Widerstand der Fricktaler gebrochen und der Favorit aus der Ostschweiz lief nie mehr Gefahr das Spiel aus der Hand zu geben.
Was folgte war eine Lehrstunde für die Fricktaler. Im zweiten Drittel erzielten die St. Galler sieben teils wunderschön herausgespielte Treffer. Bei allen Kombinationen des Favoriten kamen die Fricktaler jeweils mehrere Schritte zu spät. Es zeigte sich in dieser Phase der grösste Unterschied zwischen den beiden Teams. Während die physisch starken Spieler von St. Gallen mit jedem Einsatz noch einen Gang höher schalten konnten, liefen die drei Linien des Zweitligisten am Limit. Gnadenlos nutzte der A-Ligist die Schwächen und Unkonzentriertheiten der Fricktaler aus und zog davon. Selber waren die Fricktaler im Mitteldrittel offensiv fast inexistent. Trotz der tollen Unterstützung der Fans, es waren rund 460 Zuschauer in der Halle Matte erschienen, waren die Spieler froh als das Drittel endlich zu Ende ging.
Mit dem Ziel kein zehntes Tor zu erhalten und selber noch ein Tor zu erzielen, stieg der Gastgeber mit neuem Mut ins letzte Drittel. Auch wenn es einige heikle Situationen zu überstehen galt, konnten auch die Fricktaler einige Abschlüsse kreieren. Während die Heimmannschaft es fertig brachte hinten kein Tor mehr zu erhalten, erzielten sie leider trotz einigen sehr guten Möglichkeiten den Ehrentreffer nicht mehr.
Das Resultat von 0:9 spricht eine klare Sprache. Mit dem ersten Drittel (0:2) und dem letzten Drittel (0:0) dürfen die Fricktaler aber zufrieden sein. Das Mitteldrittel (0:7) zeigte den grossen Niveauunterschied aber deutlich auf. Schliesslich war es trotz Niederlage eine tolle Erfahrung und es bleibt eine Cupsaison in Erinnerung, welche kein Spieler so schnell vergessen wird.
Niederlage beim Leader
Am Samstagnachmittag stand vor dem Cupknaller vom Sonntag der Liga-Alltag auf dem Programm und die Aufgabe war schwierig. Der unangefochtene Leader und Aufstiegsfavorit empfing den gut gestarteten Aufsteiger aus dem Fricktal. Während sich die Anfangsphase ausgeglichen gestaltete und die Fricktaler mehrmals im Abschluss sündigten, machten es die Limmattaler besser und gingen vier Sekunden vor der ersten Drittelspause mit 2:0 in Führung.
Auch in der Folge waren die Abschlüsse der Fricktaler zu unpräzise und der Gastgeber konnte seine Torausbeute ausbauen. Erst gegen Ende des Spiels fielen endlich auch Tore auf der Gegenseite. Die Hypothek von 1:7 war aber zu hoch und die Fricktaler kamen nur noch auf 4:7 heran. Schliesslich muss festgehalten werden, dass Limmattal einen verdienten Sieg feierte. Sie waren in der Chancenauswertung einiges zwingender und agierten übers ganze Spiel hinweg cleverer. Trotzdem ist der Aufsteiger mit drei gewonnenen und zwei verlorenen Spielen auf Kurs.
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